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Archive for Oktober 2010

senene&bahati

… übrigens ist toms richtiger name „peter john mwita wang’ang’a“ …
… hehe, aber so hab ich ihn ganz alleine, ungeteilt für mich geniessen können 😉

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heimat masaba, kenia

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BAHATI „Glück“. Glück, welches man halten kann, welches man nicht fassen kann, welches lacht und weint. Ich Glückliche habe ein halbes Jahr mit abstraktestem Kulissenwechsel und Standards erlebt und gelebt. Und gleich wieder ein Schnipp. Da bin ich doch wie eben noch in Mwanza am Abschied feiern, finde ich mich schlagartig eine Woche lang in einem wasser- und elektrizitätslosen Nowhere in Kenia wieder, und kein Atemzug später erlebe ich die lärmende Grossstadt Nairobi! Und dass ich gar nicht schon bald wieder in der Schweiz sein möchte, … dieser „Schock“ ist glaub noch nicht fassbar… Aber der Reihe nach….

Wie vorangekündigt, ist meine Freundin Esther ist im Anflug – ich so was von freudig (für die anderen nervig) nervös! Just zum selben Moment fragt Natascha-Unbekannt per sms an, ob ich ihr Mwanza zeige. Die junge deutsche Studentin ist Volontärin bei world-unite. Sam drängt sich als unseren privaten Rund-um-die-Uhr-Fahrer auf, asante sana! Knuddelknuddel am Flughafen und Vorstellungsrunde in der City – einfach perfekt der Zeitpunkt mit Voll-programm!

„Esta“ (smile) und Natascha helfen mir gleich bei meiner Arbeit mit: wir suchen Adam im typischen Nirgendwo zwischen Steinfelsen auf, wir besuchen seine traditionelle Tanz- und Draftgruppe. Meine letzte „Amtshandlung“. Für die Bibi Wazungu (noch) etwas ungewohnt sind die von lauten Trommelschlägen und von hohen Trillerpfeifen begleiteten fröhlichen Bewegungen: Mit auslandenden Gesten getanzte Geschichten mit Harken, Körben und tü-chern. Uns gefällts! Die Dorfbewohner mit Kind und Kegel erfreuen sich gleichermassen an der Musik wie an unserer Anwesenheit – wenn auch noch aus vorsichtiger Distanz. Anschliessend sitzen wir im Kreis zusammen, ich spendiere den Artisten eine Runde Dankessoda. Die Siebnergruppe stellt sich einzeln vor und wir diskutieren über die Integrationsmöglichkeiten ins MTIC. Auch hier hoffe ich, dass Mary die Gruppe weiter kontaktet – sie ist wirklich auf der Suche nach einer traditionelle Tanzgruppe für MTIC.

Im Majani hat Tom einen Abschiedsabend für mich (ich beharre auf „für uns“) organisiert. Er weibelt schon die ganzen letzten Tage deswegen herum und macht Einkäufe. Es zeigt sich bestätigend, je eher er Abschied nehmen muss, desto weniger will er mit mir Zeit verbringen. Ist es wieder der Gedanke, nicht Abschied nehmen zu müssen, ist es, möglichst noch zu feiern, weil er in Kenya auf dem Trockenen sitzen wird? Warum auch immer – er widmet sich offiziell begründend dem Billard. Sein Verhalten hilft auch mir, mich einfacher von ihm zu ver-abschieden.

Aber an diesem Abend sind wir alle noch zusammen. Esther und Natascha geniessen ihren ersten Sunset am Lake Victoria – ich meinen wahrscheinlichen Letzten. Ich freue mich riesig auf einen wie üblich ausgelassenen Abend im Majani-Beach. Aber etwas stimmt hier gerade nicht. Wieder eine Verhaftung oder was anderes, das nicht für Mzungu-Ohren bestimmt ist? Es sind alle so bedächtig still und unüblich gar nicht feierlaunig. Ich stelle überrascht fest und akzeptiere es ungläubig, dass unsere verrückten Freunde ehrlich bedrückt und traurig sind, dass wir Mwanza verlassen werden!

Majani ist und bleibt aber Bomba! Manyama und seine Frau Annastazia zauberten seit gestern und präsentieren uns heute ein traditionelles Buffet mit den unterschiedlichsten wun-derbarsten Köstlichkeiten. Nach ein paar Bierchen und ein paar Reden wird die Stimmung doch noch (Gottseidank) „normal“. Wir mouven und grooven, schwatzen und quasseln querbeet, machen Fotosessions. Als Abschluss nach Toms improvisierter emotionaler Schlussrede tanzen wir auf sein Geheiss gemeinsam einen letzten Tanz. Gänsehaut-Feeling was unausgesprochen spürbar ist. Es ist einer der schönsten Momente (in meinem Leben überhaupt), wie zackzack die Stühle endgültig weggerückt werden und jeder mit jedem um-armend lacht und groovt (ich könnte heulen). Toll!!!

Sam und Tom bringen Natascha zu ihrer Lodge in der City. Und wie könnte es anders sein, nach Toms Wegbleibe-Rhythmus, sie lassen Esthi und mich über eineinhalb müde Stunden warten. Auf der Nachhausefahrt fängt Tom mit mir an zu streiten. Dies wegen irgendwelchen Kosten, von denen ich angeblich behaupte, dass er sie ausgegeben hat… Wie bitte? Also so ein Blödsinn, das lasse ich natürlich – wenn auch in ruhigem Tonfall – nicht auf mir sitzen. Während der langsameren Fahrt steigt Tom schnaubend aus. Sam bremst und will ihn zurückholen. „Nein Sam, das lass mal schön bleiben. Der kommt schon irgendwann heim. Esta und ich wollen jetzt nach Hause, Nachtruhe!“. Angekommen, müssen wir Sam beknien, dass er Natascha erst um acht Uhr abholen gehen wird. Sam, wir brauchen alle etwas Schlaf, bitte, Lala Salama, gute Nacht. Kaum Gesicht gewaschen und zähnegeputzt, schwankelt Tom zur Tür rein. Wie kann er grinsen? Tom entschuldigt sich, er hätte sonst nicht gewusst, wie er Sam loswerden soll: Der habe nämlich noch eine Flasche Konyagi organisiert und wollte mit uns Zuhause weiterfeiern… Da soll noch einer nachkommen.

Genausowenig, als wir around sieben durch Stimmen vor dem Haus geweckt werden. Was? Sam hat Natascha schon hergebracht. Die Arme, er hat sie zur tanzanischen Nullstunde (sechs Uhr Morgens) aus dem Schlaf gerissen! Dass Sam Bettflucht oder Möglichst-Nicht-Daheim-Sein-Drang hat, dafür soll er doch nicht sie benutzen! Soll er zuhause als Ausrede gebrauchen, klar, geht uns nichts an. Aber wirklich umsetzen – es gäbe auch zu dieser Zeit bereits betriebene Strassenkaffees…

Gut, frühstücken wir eben noch einen Tick gemütlicher. Die schwarzen Herren probieren skeptisch Schweizer Käse (von meiner Dada „Schwester“ Esthi mitgebracht) und die weissen Mädels getrauen sich gesichtsverzehrend zur Senene-Kostprobe. Wir lachen uns in den Tag. Esta bemerkt dabei: „Andrea, ich spüre deinen festen Boden, als wärst du seit jeher hier in Mwanza daheim. Dein sprudelndes, neugieriges und soziales Naturel kommt erfrischend zum Vorschein. Hey weisst du was? Gerade kommt mir dabei ein passendens Pendant in den Sinn, ein knuddliges Tierchen: Erdmännchen (Meerkatzen)!“ So hab ich einen weiteren Namen: Pimpi – der Klang gefällt mir.

Fröhlich machen wir auf zur ausgedehnten Touristentour, Sam verabschiedet sich nach der Fahrt in die Stadt. Ich freu mich, meine Schätze zu zeigen: Bukobafähre-Kamangamarkt-Bismarckrock-Tilapia-Nyumbani-Slums-Bugandospital, ein bisschen Story da, ein bisschen Blödsinn hier. Dan vom Midland stösst zu uns. Hat der sich schick gemacht, riecht der gut und überhaupt ist er ein ganz angenehmer Mensch. Ich weiss, dass er sich seinem Charakter entsprechend zurückhaltend, erheblich Mühe gibt, eine der Damen für sich zu gewinnen; er hätte so gerne eine „moderne“ Freundin, eine, mit der man nicht nur über Ziegen und Ern-tezeiten diskutieren kann. Die Zeit vergeht flugs, Esthi und Natascha fühlen sich sichtlich wohl in der Rockcity Mwanza. Gutgelaunt stärken wir uns mit einem Fishlunch am Makoroboi-Markt, schon wieder neuer Food für meine Girls. Anschliessend ist monatliches MTA-Meeting. Ich entschuldige mich für ein Stündchen und stagele zur SNV hinaus hinauf. Wie herzerwärmend, Father George schenkt mir an silberner Kette einen gesegneten Masaian-hänger. Er meint zwinkernd „Ein Kreuzchen würdest du wohl nicht tragen“. Mir scheint, er kämpft etwas mit dem Augenwasser! Mary, Rahim, Eva, Sifuni und Leonce (die beiden neuen Touristenführer), die SNV-Crew … viele Umarmungen und Versprechen, sich wieder zu sehen…

… Andrea, stark bleiben…

… Habe ich schwere Beine…

Doch zurück angekommen, hat Tom inzwischen meine Girls entführt. Ich finde sie inside Hauptmarkt. Danke, wie gesegnet wir alle sind, es fängt an zu regnen – und wie! Dicke Bind-fäden. Huschhusch unters Dach. Bei Mama Roby sagen wir Grüezi und Kwaheri. Sie und ihre Sisters strahlen mütterlich – ich vermisse sie jetzt schon.

Wir beschnuppern den gedeckten Plätzen entlang das Handwerk aus Kochlöffel, Körben, Kellen, Matten & Co. und schmöckern in der Kunstecke. Wieder aufgehellt, tappsen wir im Trockenen zurück an den Makoroboi-Markt. Ich habe für uns Beauties eine überraschende „Schönheitsbehandlung“ geplant. Schuhe ausziehen: Jean-Baptiste macht uns eine Fuss-massage und pinselt kunstvoll unsere Fussnägel! Wir kichern kleinmädchenlike und benehmen uns wie Teenies; es ist für uns alle „Das erste Mal“. Die Farbenwahl gestaltet sich endlos. Mit uns auf der Wartebank sitzt eine junge Frau. Köstlich, ihr Selbstversuch mitanzusehen: sie trifft alles mit dem blutroten Lack, nur die Zehen selber nicht. Ist die schaumige Fussmassage eine Wohltat – Jean-Baptiste gibt sich redlich Mühle. Er ist wie Silvain ein Flüchtling aus dem Kongo; wohl aus einer abgelegenen Provinz, der Vater von zweimal Zwillingen kann kaum französisch. Geehrt vergleichen wir Wazungu-Frauen unsere drei formvollendeten filigranen Glanzkreationen dreierlei unterschiedlich kombiniert mit den Farben weiss, blau, schwarz, braun. Jede ist so stolz auf die eigene getroffene Farbwahl. Die Leute rundum amüsieren sich, meine Masai winken mir beim Vorbeigehen glücklich zu. Mann ist das schön hier!! Dann typisch Tom: „Oh, nein, ihr könnt jetzt unmöglich eure geschlossenen Schuhe anziehen. Das schickt sich nicht. Oh nein, Andrea, auch du deine Absatzschuhe nicht. Nein, man muss eure Füsse jetzt sehen“. Ja gehst du denn uns (billige Plastik-)Flippflops kaufen? Nein? Echt, manchmal könnt ich ihn seiner Ideen wegen knuddeln (könnte, natürlich tue ich es…). Wir trippeln nun also barfüssig den Rocks entlang von Stand zu Stand, (un-) gekonnt umschlängelnd die Regenpfützen. Wir werden angelacht, kommentiert und kopfschüttelnd begleitet – unser Bild ist mit Bestimmtheit eine Premiere in Mwanza! Jede von uns findet begeistert „ihr“ Paar Marken- bzw. handgemachte Leder-Slippers. Dann stolzieren wir stolz zeigend nochmals zurück zu Jean-Baptiste, der unsere Ware zwischenzeitlich hütet. Ja, wo ist er denn? Der ist verschwunden – unsere Sachen alleinstehend allerdings nicht (Sicheres-Diebes-Siegel infolge Bekanntheitsgrad).

Frisch besohlt ist es gleich ein anderes Hochgefühl, ein letztes Mal zum zukünftigen Museum hinaufzulaufen. Right-in-time meine wirkliche Dernière: der nochmalige Genuss eines farbstarken Sonnenuntergangs über der Stadt Mwanza, knallorangener Farbkontraste heute. Habe ich ein schönes Leben, so viel Glücksmomente!

Die Sonne ist weg, wir bald auch – heimwärts mit Zwischenstop. Ein Zeigeblick ins Villapark und ein freier Tisch im Shooters; das spezielle weiss-sossige Bananen/Kutteln-Essen schmeckt meinen Gästen köstlich. Die Nacht verbringen wir zu viert. Esthi macht sich auf dem Hochbett schmal, wir haben Natascha aus ihrer Lodge ausquartiert. Wie es so ist, Weiblein kichern und schwatzen unaufhörlich in der dunklen Nacht. Natürlich auf Deutsch, Tom liegt eng an mich gekuschelt trotzdem im Abseits, pole sana – aber egal.

Eigentlich plante ich für Tag Zwei eine Kiseke-Freunde/Ballon-Verteiltour. Aber da ist noch das eine oder andere Eck in Mwanza zu zeigen. Auf dem Weg zum Daladala sagen wir wenigstens bei Gertrud „Mambo“. Wow, wie berührend, wie Esthi und Natascha vor Begrüssungsfreude umrannt werden; etwas unerwartet heftig für die beiden. Shem ist ein bisschen nervös. Nicht aus Angst vor sovielen weiblichen Weissgesichtern, nein, ich erfahre nur am Rande, dass seine Exfrau heute Morgen aufgetaucht sei, doch es sei alles in Ordnung. Wir freuen uns auf den bevorstehenden gemeinsamen Abend. Ein paar Süssigkeiten werden mir sicher noch zulaufen.

Kaum in der Stadt, ist der Tag schon wieder durch. Wir essen im dunklen Hinterhof Frühstück-Chapatis mit Fischsuppe, wechseln Geld und schleppen Nataschas Stuff zum neuen Guesthouse; ihre Mama landet Morgen aus Deutschland. Ich kenne die Guita-Lodge food-mässig schon, sie liegt gleich neben dem Mwanza-Touristen-Info-Center. Ich flipp vor Freude aus: Meine Fundis dort bauen sichtlich vorwärts und die flippen, mich nochmals zu sehen.

Gemütlich lassen wir den Spätnachmittag auf einer Wiese anklingen, relaxend mit leckerem Erdbeer-Gelati. Tom kriegt keines, den schicke ich auf Einkaufstour. Ich geniesse meine Mädchen. Zurück in Kiseke heisst es Umstylen und einen Weiber-Apéro Ramazzotti geniessen. Esthi und ich schmücken Ohrringe, welche ich uns aus Zanzibar mitgebracht habe: aus flachge-drückten Bierdeckelchen, Uhuru (Unabhängigkeit) für sie, Safaris für mich. Twende, los gehts!

… Jetzt muss ich tief durchatmen…

Heute ist nicht wirklich mein letzter Abend mit meinem Gertrud&Shem-Clan? Tut der Gedanke daran weh! Und wie glücklich machen mich die strahlenden Gesichter der Village-Kinder, Männer und Frauen, welche uns ununterbrochen umarmen. Wo aber sind denn Esta, An-nastazia und Aloyse? Irgendwie weichen alle meine Fragen überhörend aus; man weiss es nicht genau, oder will mir nicht sagen wowiewas. Mir wird komisch zumute. Irgendwas im Zusammenhang mit der leiblichen Mama glaube ich zu verstehen. Hat sie die Kinder mitge-nommen? Was? Vielleicht? Aber da muss man doch was tun! Was was? Suchen zum Beispiel? Irgendwie werde ich übergangen.

Manyama und Sam kündigen ihre Ankunft an, mit dem Auto. Sie lassen uns effektiv seit einer Woche nicht mehr aus den Augen. Da Kleben-an-uns, ich nehme es als Freundschafts-bezeugung. Tom solle ihnen entgegenlaufen und sie guiden. Dabei frage ich beiläufig (direkt käme ich nicht durch), ob er nicht Shem mitnehmen will, dann sei er nicht alleine und treffe vielleicht nebenbei auf die Kinder. Ich weiss nicht, ob ich richtig liege. Jedenfalls laufen sie beide ohne Einwände los und gegen eine Stunde später tauchen Esta, Annastazia und Aloyse aus dem Nichts auf. Wie wenn nichts ist. Die Männer folgen zehn Minuten später; keine Erklärungen, wo sie waren. Vielleicht habe ich was traditionell „Falsches“ verlangt, doch im Moment bin ich einfach nur glücklich, meine drei Süssen innig Umarmen zu können.

Wir alle knipsen Fotos, lachen viel, halten uns an den Händen und nebenbei: Die Ente und der Pilau-Reis schmecken – wie alles von Gertrud gezaubert – saufein, ich meine, entenlecker. Der restliche Ramazzotti und der mitgebrachte Rotwein schmecken meiner grossen Familie ganz gut, das lokal gebraute Gesöff sowieso. Esthi und Natascha gehören dazu – keine Frage, auf keiner Seite und von Keinem und man sieht es ihrem Strahlen an. Spät in der Dunkelheit übernimmt Tom wieder den Endspeech. Ich weiss, wir sollten hier Schluss machen – ich will aber nicht! Offiziell übergebe ich freudig (und doch schweren Herzens) meine letzten Geschenke: Weiteres von meinen Kleidern, Schuhen, Heften&Farben, Klimperringe und zum riesen Jubelschrei von Gertrud obendrauf ein neues – ihr erstes – Mobile. Wir wollen uns alle nicht mehr loslassen. Wir müssen!

Und dann, unerwartet begleitet uns Gertrud diesmal kein Stück des Weges – es ist wohl ihre Art, entgegen ihrem Willen (nicht) auf Wiedersehen sagen zu müssen. Den Nachhauseweg brauche ich für mich alleine zu gehen, die ersten tiefen Tränen kullern. Ich bin sowas von unsäglich glücklich, von unendlich traurig und endless dankbar, diese wunderbaren Menschen kennengelernt zu haben. Asante sana aus tiefstem Herzen, dass Ihr mich ein Stück meines Weges begleitet habt. Auch wenn wir uns bis zuletzt nicht wirklich unterhalten konnten, es ist der gelebte Beweis, dass einzig und allein das gute Herz zählt!

Ich weiss nicht, ob ich gut geschlafen habe oder nicht, ich befinde mich in einem Film – der gefällt mir nicht so gut.

Die nächste Verabschiedung nach dem Morgen-Chai: Wir müssen Esthi Kwaheri sagen, sie fliegt weiter nach Moshi. Richtung Flughafen begegnen wir zufällig Mary auf, sie lädt uns auf. So kommt diese Begegnung auch noch zustande. Mary hat sich mit einer Streckhaar-Perücke hübsch gemacht und sie strahlt. Ein Grund ist ihre männliche Begleitung: Deo sitzt nebenan, ihr Ehemann!

Auf Wiedersehen Esthi, es war wunderwunderschön mit dir, meine Dada, Schwester! Bei deiner Ankunft war ich überraschend doch gefasst, jetzt hab ich Mühe, dich loszulassen. Frei-von-der-Leber-weg in deutsch zu lafern und meine mir wichtig gewordenen Menschen und Plätze mit dir „heimisch“ teilen zu können, ich glaube, das sind für mein Herz und meine Seele Wundpflaster pur. Ein Mzungu-Besuch, der perfekter nicht hätte sein können! Asante sana sana sana, danke!

Und da wir auf dem Flughafenareal sind, schaue ich gleich noch bei Siv von Costalair vorbei. Dort stelle ich mich flugs auf die Captain-Waage (definitiv fertig lustig) und berede kurz ein paar Angelegenheiten mit Siv. Ich kriege gleich von ihr mein schon länger fälliges Touren-führerhonorar; cool, gleich Dollars für Kenya in der Tasche zu haben.

Am Nachmittag gehts nochmals auf an den Strand. Bei der Tunzalodge findet Earthdance.com statt – in achzig Ländern, an fünfhundert Orten wird tagesgleich auf dem Globus für den Frieden musiziert und getanzt! Eine dritte, diesmal ungeplante Party. Earthdance findet zum allerersten Mal in Mwanza statt und es ist scheinbar die einzige Stadt in Tanzania, welche mittanzt. Mary und Deo lachen und geniessen mit uns die Trommelrhythmen, die Schlangentänze, die Marktstände und natürlich den Sonnenuntergang. Mir macht es Freude, Marys Ehemann Deo (endlich) kennenzulernen. Ein aufgeweckter humorvoller Mensch. Ich hole bei ihm das Versprechen ab, dass er Mary behütet, beschützt und Sorge zu ihr trägt; sie ist wirklich einer der liebsten Menschen auf Gottes Erden. „Und wenn du das nicht tust, ich erfahre alles, dann komme ich persönlich her und nehme sie dir wieder weg!“

Beim Eindunkeln beschliessen wir, noch eine Kleinigkeit im Majani zu essen. Beim Ausgang stosse ich auf Manraj – du bist soeben zurück von deiner Weiterbildung in Dar-es-Salam! Zu einem Weekend in eurer privaten Serengeti-Lodge reicht es nicht mehr, aber wir freuen uns, dass wir uns persönlich verabschieden können. „Was sagst du, wirklich? Anruf genügt und du hast mir hier eine Anstellung? Pass auf, ich komme darauf zurück!“ Das wär ein Traum, ein gut bezahlter Job zu bekommen; und das im Best Hotel in Town, Tilapia. Diesbezüglich darf ich mir auch Rahim warm halten. Er erweitert seine Geschäfte demnächst mit einer Milchfabrik (Milchpulver), welche auch Fruchtsäfte produzieren wird. Die Saft-Idee entstammte, weil viele Regionen in Tanzania einen Überschuss an gewissen Früchten haben – ich finds toll. So werden die armen überschüssigen Orangen und Madarinen in Ukerewe inskünftig hoffentlich ihre Verwertung finden. Das Büro der neuen Firma wäre, wenns klappt, gleich gegenüber dem MTIO untergebracht. Aber dies wird frühestens in einem Jahr soweit sein. Und jetzt bin ich noch hier, ich meine, gleich im Majani.

Sam meint erst jetzt bei Parkplatz, es werde eventuell kein Benzin mehr im Tank haben! Na Super Diesel! Da die Nachtschwärmer am Eintreffen sind, schlage ich vor, wenigstens soweit aus dem Areal wie möglich zu gelangen, bevor wir dann ganz eingekeilt sind. Wie bitte, ich soll fahren? Also Konzentration, ich hatte auch schon ein Bier und dieses Monstergefährt kenne ich nicht. Aber irgendwie manövriere ich das Riesenschiff aus dem kreuz- und quer- geparkten Wagenchaos raus; wie das ohne Schrammen und Anstossen geht, bleibt mir allerdings ein Riesenrätsel! Wir rumpeln zweihundert Meter der Strasse entlang. Endstation, „Rien ne va plus“. Tom und Sam werden also Autopower besorgen, während Natascha und ich uns von Mary chauffieren lassen. Mary will das „berühmt berüchtigte“ Majani-Beach endlich kennenlernen; obwohl sie übermüdet wirkt. Das Majani gefällt ihr, sie wird ja richtig übermütig und shaked eine, zwei Runden ab. Wir trinken unsere Bierchen und bestellen was Kleines. Irgendwann nickt Mary auf dem Stuhl ein. Ich meine zu Deo „Jetzt kannst du mir gleich beweisen, wie gut du dich um Mary kümmerst, sie ist schläfrig.“ Ops, sie juckt auf, „Nein, ich bin nicht müde, ich schlafe nur ein wenig.“ Sie bringt es genau auf den Punkt: Wo auch immer (im Daladala, im Restaurant, an der Bushhaltestelle, beim Coiffeur, etc), es ist überall legitim, einfach die Augen zu schliessen, keiner stört dich dabei.

Heute dauert die Nacht etwas länger, tut gut. Morgens heissen Sam und Tom Nataschas Mutter am Flughafen willkommen und bringen beide in die Stadt. Ich packe endgültig meine und Toms Sachen und reinige das Haus. Ich habe eine innerliche Krampfkrise am anderen. Gut, bin ich alleine. Ich mache Stapel, was ich hier lassen muss – Marys Fundus, Getruds Kochenquipment – was mit nach Kenya kommt und dort bleiben wird, das Wenige für in die Schweiz. Dabei mache ich eine herrliche Entdeckung: Man erinnert sich an Toms explodie-renden Kopf anfänglich unserer Zusammenseins in Kiseke PPF, worauf er sich in meiner Medikamentenecke bediente. Die Folgen der zwei-dreihandvoll Medis waren nicht zu eriu-ieren – also folgich nicht, was er denn eigentlich geschluckt hatte. Jetzt weiss ich was fehlt: die ganze Notfallpackung Malarone – Bombendosis gegen Malaria!! Auch das ist eine Ent-sorgungsmöglichkeit, vielleicht hatte er sie auch nötig, smile.

Nach dem Packen drücke ich nochmals innig Marys Grossfamilie (und wieder ein paar Tränen weg). Ich übergebe meine Abschiedsgeschenke. Bekommen tue ich selber eine solide Taschenlampe – danke Mary, und siehst du, im ganzen halben Jahr ist nichts bei meinen alleinigen nächtlichen Homeways passiert… Telefonisch sage ich auf vielen Seiten Kwaheri. Mann, sind Abschiede Sch…!!

Und während dem Finnisch habe auch einen letzten (innerlichen) Wutausbruch. Tom über-zieht seine obligaten zwei Stunden – es werden sechs! Natürlich kommt er schön räuschig zurück, im Schlepptau Sam, Manyama und Chérie Babu. Babu versucht es mit seinem Reh-blick. „Nicht böse sein Mama, wir sind beim Abschiedstrunk ein klein wenig hängengeblie-ben…“ Schön für euch und gönne ich euch ehrlich. Aber was jetzt? Es bleibt keine Zeit mehr, den Abfall zu verbrennen, die leeren Flaschen zurückzubringen, die Wäscheleinen runtere-zukabeln, die Wassertonnen zu reinigen – was immer Toms Aufgaben waren. Es widerstrebt mir, keinen „sauberen Tisch“ zu hinterlassen. Jadida und Theodora müssen vorbeikommen und die Aufgaben entgegennehmen, Himmelherrgott! Die Herren verstauen umständlich unsere Ware im Auto. Ich selber habe wieder nur einen Koffer und die Handtasche. Die Ge-schenke für Toms Familie und sein Gepäck bestehen aus sechs (mittel-) grossen Stücken.

… Aus dem Haus, Türe abschliessen, Schlüsselübergabe an Jadida – endgültig…

… Also dann, bitte schnell weg hier…

Die Männerclique hat scheinbar anfangs PPF etwas zu essen bestellt, bevor sie raufkamen. Nein, ich will hier nichts essen, nein, der Plan war und ist immer noch, dies mit Natascha und ihrer Mama in der Stadt zu tun. Mann, hört auf, ist ja nett gemeint, aber manchmal nervt es echt, dass ich nicht gefragt werde und Sachen für mich entschieden sind! Aber eben, auch Afrika, Frauen haben nicht so oft eine zählende Stimme (vor Drittpersonen) – ich aber bin eine selbständige Mzungu! Und gerade auf hundertachzig!! So freuts es mich ungemein, dass deren Supu zum Kotzen ist, ich muss sie nicht runterwürgen.

Auf dem Weg, für vorläufig lange Zeit raus aus Kiseke, springe ich nochmals aus dem Auto. Niemand da. So lege ich alle gefundenen übrigen Ballons, Kugis, Biskuti und Bildchen in den Pneu, the kitchenstuff daneben. Ich rufe aufs geratewohl in die Weite „Esther, Anna, Loys“. Woher kommen sie ums Eck gedriftet? Aufglucksendes Kindergejauchze, es geht mir durch und durch, durch Markt und Bein! Auch Manyama kriegt feuchte Augen. Dann drücke ich ein letztes Mal Jadida, unsere beider Wangen sind nass. Sams Blick ist väterlich warm, Babu‘s Augen sanft verständnisvoll.

… Tief durchatmen – jetzt soll einfach keiner mit mir reden! …

Ich hab mich wieder gefangen.

In der Stadt stossen wir auf Natascha mit ihrer jungebliebene Mutter Ute und einer „aufge-lesene“ Anette (aufgelesene Alleinreiserin durch Afrika). Natascha hat heute erfolgreich unser Touriprogramm mit den beiden ausprobiert, alle drei haben freudig erregte Bäckchen, mich freuts. Wir quetschen uns also zu acht in Sams Auto zwischen die Gepäckstücke. Es geht zur Weiterreisebusstation Mwanzas. Tom und ich übernachten hier, um stressfrei den Bus nach Kenya zu kriegen. Ein letzter frischer Fisch auf dem Tisch (ich hasse Tatsachen), ein letztes mal Sam, Manyama und Chéri Babu mit uns und ein letztes mal am Tag darauf… schon wieder eine Kamera weg (!) – unerklärlich wiewowann, mich berührt es nicht mehr!!

Die Busfahrt lenkt mich vom Loslassen ab. Adieu, kwaheri, meine Rock-City.

….ohne Worte…

……. (…)

…keine Worte…

Ich bin diese Strecke schon zweimal gefahren. Gedankenverloren sauge ich die Bilder der stillen Dörfer nochmals auf, verinnerliche die Felsformationen und kargen Landschaften.

…beruhigende Intuitionen…

…(…)…

….ich komme bestimmt zurück…

… Vorletzter Stop in Tarime, es wird lebendig…

Beim grossflächig gestampften Marktplatz in Tarime, werde ich wieder neugierig wach. Es folgt prompt der letzte Heiratsantrag auf tanzanischem Terrain: Ein Lumpenprinz kniend auf seichten Boden, ich oben am offenen Carfenster.

…die letzten Atemzüge tanzanischer Luft…

…die Grenze…

Ein Zwischenfall. Nein, der Papierkram drüben in Kenya ist schnell, unkompliziert und nett erledigt. Aber Tanzania will mich doch behalten: Am Grenzpoint, schnell schnell raus aus dem Bus, denn ich muss ganz ganz dringend für kleine Princesses. Wo kann ich denn?! Dreimals ums Eck mache ich endlich das Örtchen aus – reingejumpt, Schlüssel gedreht und losgelegt – tut das gut!
Und wie bitte schön, komm ich wieder raus? Schlüssel drehen klar, aber danach? Das schwere schmiedeiserne Gittertor zum Häuschen haben sie (versehentlich?) hinter mir zugemacht und mit einer fetten Kette abgesperrt! Ich grinse. Soll ich ein Weilchen warten, soll ich rufen, gibts einen anderen Weg raus? Ja, nein, jain: Na denn, ulkig Kletteräffchen ist gefragt! Wie spannend und illuster ist doch mein Leben – ich liebe es!

Weiter geht die Fahrt. Tanzania liegt hinter mir – ich bin in Kenya, einfach so und so einfach!

Vor sechs Stunden sind wir in Mwanza gestartet. Jetzt kommen wir am ersten Ziel an: Migori, Toms Homedistrikt. Die Strassen sind diesselben, die teils üppige Natur ebenfalls. In Migori beschreibe ich die Gebäudehöhe und Anordnung etwas westernstylisch. Die Reklamen sind anders bunt und international. Die Menschen drehen sich kommentarloser nach uns um, wenn überhaupt. Vielleicht, weils grauslig kühl regnet, schnellschnell ins Trockene. Da es bereits eindunkelt, entscheidet Tom, in Migori zu übernachten.

…ansonsten wird nun er zusehends wortkarger…

Eine ruhige Nacht und ein einfaches Continental-Breakfast – und ein Luxus gegenüber der fol-genden Woche. Bevor wir uns nach Masaba aufmachen, halten wir Ausschau nach einem „Spital“. Ein quicker Gesundheitscheck will ich, denn seit einiger Zeit fühl ich mich etwas sehr schlapp und ich habe den ersten wirklichen Dünnpfiff. Anhand meiner Beschreibung wird gleich auf Typhus getestet – Glück gehabt, negativ! Dafür ist mein zusätzlich verlangter Malariatest positiv. Diesmal gibt es eine Heavydosis von Vier-Tabletten-auf-einmal-für-drei-Tage (erstmals waren es Zwei-auf-Zwei). Tom hat zwischenzeitlich frische Lebensmittelge-schenke gekauft. Für mich hat er Toilettenpapier mit – in himmelblau, nicht dass ich mich wie hier üblich mit Baumblättern bedienen muss.

Wir drängen uns mit unserem Bagage in ein Kombi-PW-Taxi, auch hier sind alle weiss. Dieses hier hat Platz für zehn (mittelfüllige) Menschen, hinten sechs, vorne vier. Ich sitze mit dem Fahrer zusammen auf seinem Sitz, er gangschaltet über meine Beine hinweg. Ausgangs Stadt (Corruption?): Zwanzig Meter vor uns steht eine Polizeikontrolle an. Der Fahrer geheisst vier von uns Gästen rauszukrakseln und zulaufen. Am Kontrollpunkt bestätigt der Bulle dann die zulässige Personenanzahl im Gefährt und nach weiteren zehn Meter laden wir die Aus-gestiegenen wieder auf…

Ich spüre, Tom wird langsam wirklich nervös. Äussern tue ich es nicht. Doch freut es mich ein wenig, weil er sonst vielfach so undurchdringlich, stoisch wirkt – was wohl eher als Schutzpanzer angesehen werden muss.

Eingangs Masaba, auf der Schotterstrasse: eine erste Tante, eine zweite, ein erster Cousin… „BAHATI, BAHATI!!“. „GLÜCK“ ist Toms suhaelischer Rufname hier. Ich halte mich im Hinter-grund und beobachte still. Die erfreuten Gesichter, man sieht fast die roten Bäckchen glühen.

Eingangs Masaba, am linken Strassenrand. Wieder eine andere Bauweise des Gehöftes. Eingezäunt hinter einfachem zweimeterhohem Holzgatter stehen drei grundstöckige, halb-fertige Backsteinhäuser. Sie zäunen einen aus Holzästen grob gestalteten Kuh- und Ziegenstall. In dieses Grundstück treten wir ein.

Zwischen Stall und erster Behausung sitzt ein alter Mann. Er schaut kritisch auf, und hält ungläubig beim Schuheputzen inne. Dann geht die Sonne in seinem Gesicht auf! Sein Tom kommt nach drei Jahren nach Hause!! Onkel John nimmt auch mich ganz lange in den Arm.

Ein erster Schock für Tom: seine Tante, für ihn die wichtigste Frau in seinem Leben, ist letztes Jahr verstorben. Das heisst „Sie ist seit einem Jahr auf Reisen“. Beerdigt wurde sie innerhalb des Gehöfts. So muntere ich ihn auf, dass er ihr immer noch Auf-Wiedersehen sagen kann. Aber es zerreisst uns das Herz. Er gerät halb in einem Wahn. Mit bitterem tränenüberströmten Gesicht reisst er dem Grab unkontrolliert das Unkraut aus, legt ihre mitgebrachten Geschenke darauf, stellt Licht hin und streut Blumen. Er steht, er kauert, er stampft, er fuchtelt mit den Händen, er heult. Wir können nichts tun. Das fährt ganz schön ein!

Über schmale Feldwege, vorbei an weiten Wiesen und Äckern, sagen wir am ersten Morgen von Hof zu Hof hallo. Auch auf dem Weg in den 400-Seelendorfkern werden wir unaufhörlich mit dem Ruf BAHATI angehalten. Die nachmittäglichen Besuche macht Tom alleine: ich schlafe stehend ein, ich muss mich hinlegen. Es ist eine ungewohnte Müdigkeit. Gähnen muss ich nicht, auch die Gedanken sind klar, doch eine Stimme befehlt „Hinlegen“ – und schon bin ich für Stunden weg.

Am zweiten Morgen bei unserer Freilichtdusche hinter dem Haus taxiert mich Tom skeptisch „Oh Andrea, du bist jetzt aber dünn“. Ja er hat Recht und mir ist es dies gerade – auch wenn meine tanzanischen Schlemmersünden nicht auf dem gesündesten Weg verschwinden. Und gerade jetzt, so unter freiem Himmel zu duschen finde ich absolut himmlisch. Nach einem weiteren langen, tiefen Schläfchen, besteht Tom auf einen Spitalbesuch. Ich hab meinen „Stool“ nur gespürt, er hingegen auf dem Plumpsklo auch betrachtet; weder Farbe noch Konsistenz. Also Probe einpacken und los. Ich mag mich nicht fortbewegen. Tom will ein Mofa organisieren, so könnten wir eher los. Ich aber weiss, dass ich mich nicht lange festhalten vermag, ich bin echt sowas von kraftlos schlapp. Onkelchen teilt meine Ansicht. Endlich hält ein Taxi – diese Fahrt ist schon sehr anstrengend. Und erst der „Spaziergang“ zum Ziel. Wiederholt husche ich hinter ausgemachte Büsche. Dort würde ich mich am liebsten einfach hinlegen und nicht mehr bewegen müssen. Bis zum und auf dem öffentlichen, super sterilen Spitalgelände zwinge ich meine Beine Schritt für Schritt weiter. Torturen dauert es vom administrativen Eintritt, zum ersten Doktor, zum Labor und zurück (mit langen Wartezeiten und dazwischen immer schön zur Kasse und zur Toilette). Bestätigend gibt die Waage vier Kilo weniger an als noch vor soeben am Flughafen Mwanza. Mein geschwächter Body will nur schlafen. Bei der Apotheke kriege ich ein grosses Tütchen mit weissen Drops. „Jetzt zwei und alle vier Stunden eine, bis es wieder dickt.“ Ok, asante. Ich dreh mich um. „Halt, hier von diesem Säckchen mit den grünen Kapseln, alle zwölf Stunden zwei, für drei Wochen lang.“ Ok, danke, ich dreh mich weg. „Halt halt! Und hier von den gelben Runden alle acht Stunden drei, für zwei Wochen lang“!! Shit, Walking-Pharmacy. Und „Halt! Keine Milch trinken, zwei Stunden vor der Einnehmen der gelben, sonst kommts wieder hoch“. Himmelherrgott, jetzt muss ich mein schlappes Hirn noch mit Zeitrechnen belästigen und auf Extrakost bestehen. Wenn nur die Malariatabletten mich nicht so ausser Gefecht setzen würden.

An den Rückweg zeigt Tom links auf einer Erhöhung ein mächtiges Gehöft. „Das war mal das Land meines Vaters“, murmelt er. Das würde heissen, dass er dort geboren ist und auch das schicksalshalfte Vergehen da stattfand. Überhaupt, was das Thema „Rache“ anbelangt, da schweigt sich Tom aus. Ich weiss nicht, ob er überhaupt darüber „News“ hat und ich frage nicht danach. Es genügt, seine emotionsgeladenen Stimmungen zu spüren, Hochs- und Tiefs, entsprechend den Neuigkeiten. Unausgesprochenes und Ungeklärtes liegt zwischen ihm und seinem Onkel in der Luft. Dass Tom nicht redet, hat er wohl von ihm. Oder sie warten damit, bis ich weg bin.

Zurück in Migori kennen alle die grünen Käpselchen, „Die sind super“, na dann. Keimvolles Trinkwasser oder unsaubere Früchte sollen meine Übeltäter sein. Ich mach mir meine Ge-danken. Zuhause habe ich nur gut abgekochtes Wasser getrunken, und auswärts Flaschenwasser. Auch habe ich nur geschälte Schalenfrüchte genossen. Ok, in die Karotten habe ich manchmal schon auf dem Markareal reingebissen – aber dies seit sechs Monaten, bitte… Angefangen hat dieses Gerinnsel hier ein/zwei Tage nach meinem Besuch auf Zanzibar – dort wo ich in Hochklasse-Restaurants speisen und trinken musste, ich meine durfte.

Die Woche in Masaba vergeht unheimlich schnell. Nicht nur, weil ich davon praktisch drei Tage verschlafe. Ich lache und schnacke und debattiere (danach) auch viel – mit den Erwachsenen und mit den Kindern. Das Buschtelefon hat schnellstens funktioniert, dass eine „Mama Balloon“ da ist. Die jungen Mädchen hoffen noch auf einen übriggebliebenen Klimperreifen.

Einerseits ist Tom zeitweise gedanklich völlig woanders – seine momentane Gefühlsachter-bahn möchte ich nicht durcherleben. Es stimmt so auch für mich, dass er viel alleine sein will und für Stunden verschwindet. Andererseits ist er wieder der fürsorgliche Mann, den ich kennengelernt habe. Er kocht extra für mich, wäscht mich, hält mich warm. Und in der Nacht lässt er keinen Milimeter Luft zwischen uns zu, manchmal fast wie ein Ertrinkender.

Das Hofleben gefällt mir. Wir sind alle zusammen draussen; alle, grosse und kleine Menschlein, Gänse, Hühner, Ziegen, Kühe. Die Kleinkücken kribbeln so angenehm, wenn sie dir über die Zehen laufen und du selber hast immer ein wachsames Auge, zu keiner Tages- oder Nachtzeit in einen frischen Kuhfladen zu trampen. Rund ums WC-Lehm-Häuschen sind die Bäume wirklich gar astlos. Und dann kann es sein, dass die Sitzung verlängert wird, weil gerade so eine Kuh von einer Kuh dir ihren Hintern vor der Blechtüre präsentiert und nicht moven will. Der Waschplatz im Gehöft ist mit Ästen blickdicht gemacht. Ich mag es, wie ein Kleinkind von Kopf bis Fuss von Tom abgeschrubbt zu werden. Nur der saisonale Regen am Nachmittag gefällt mir nicht, es wird sehr kühl – eher sogar kalt – und so bleibt es auch bis zur nächsten Morgensonne.

Ein grosser Unterschied zwischen Tanzania und Kenia stelle ich schnell fest: das fortschrittli-chere Schulwesen. Die kenyanischen Schüler lernen bereits in der Primarschule englisch, die tanzanianischen leider nur ein paar Floskeln, vertieft erst in der Oberstufe, welche die meisten eh nicht mehr besuchen. Hier macht es mir Freude, mal andere Themen zu diskutieren. Ich mag die intelligenten, aufgeweckten Menschen aus dem Kuria-Tribe. Deren Dialektklang mag ich auch unverstehend gerne zuhören, er klingt rollendglockendgurrend wunderschön ver-spielt. Die Menschen aus dieser Region sind meistens kuria- oder kissestämmig. Wie in Tanzania ist der tägliche Umgang und das Zusammenleben mit anderen Tribes kein Problem. Doch geheiratet wird dann fast ausschliesslich im Eigenen. Dadurch sieht man den Personen auch schnell die Familienzugehörigkeit an. Bei Toms Familie auf jeden Fall. Wobei er selber eine Ausnahme ist. Seine Mutter war als Kisse eine „Auswärtige. Tom hat offensichtlich die Augen und das Lachen väterlicherseits. Ansonsten sind seine Gesichtsform wie sein Körperbau anderst; die Figur stämmiger, der Nacken kürzer, die Nase spitziger. Eigentlich möchte Tom herausfinden, wo seine Mutter lebt, ob sie noch ist oder war… Der Onkel stellt auf stur. Seit ich Tom kenne, stellt er sich täglich die Frage „Who am I?“ Er zieht sich selber runter. Vielleicht gibt der Onkel keine Antwort, weil diese ihn verletzen würde? Ich versuche ihm dies darzulegen. Er versteht das, doch es nagt weiter und weiter. Er meint, er spüre ganz tief drin, dass da was ist, was er wissen müsste. Wenigstens erfährt er positiv, dass seine drei Jahre jüngere Schwester verheiratet wurde und mit ihrem Mann glücklich in Tarime lebt. Tom will sie und die fünf Kinder schnellstmöglich besuchen gehen. Ich lasse ihr mein Kleines-Schwarzes und die glitzernden weissen Puma-Turnschuhe schenken.

Ich führe auch meine „Frauengespräche“. Grace und viele Mamas haben nach ein, zwei handvoll Gofen genug vom Kinderkriegen. Die Männer würden danach noch immer mehr zeugen wollen. Einige Frauen finden es nicht korrekt, soviele Nachkommen in die Welt zu setzen. „Wir können ihnen doch keine gute Zukunft bieten“. Wie verhütet ihr dann später, frage ich. „Der Doktor im Spital hilft uns mit einer kleinen Operation“. Und was sagen denn eure Männer zu eurer Entscheidung und zu diesem Eingriff? „Die erfahren ihr ganzes Leben lang nichts davon“!!

Wo wir auf Besuch hingehen, versuchen wir uns mehr oder weniger geglückt zu wehren. Gewisse Mengen Teller oder Porrige-/Dickmilchtassen gehen, aber ganztags im Zweistun-dentakt? Da getraut sogar Tom zu streiken. Einladungen auszuschlagen ist so ein Höflich-keitsding, ein schmaler Grat… Aber so darf doch das eine oder andere Huhn noch etwas län-ger leben. Dabei überlege ich mir, wieviele Tierchen mir zu Ehren in Tanzania Federn und Fell lassen mussten, ist schon ein ungewohntes Gefühl für uns Wazungu. Diese Gedanken lassen mich schon die erste Sehnsucht zurück nach Mwanza spüren, ich fühle mich dort so wun-derbar daheim.

Masaba ist auch sehr heimelig, keine Frage. Was ich aber leider gerade vom ersten bis zum letzten Tag ganz und gar nicht schlucken mag, ist Ugali. Dabei liebe ich den maisigen Breiklotz doch so! Nur schon der Gedanke daran, schnürt mir die Kehle zu. Das sind bestimmt doofe Malariatablettennebenwirkungen. Dafür trinke ich umsomehr vom frisch aufgefangenen zarten Regenwasser und Tom gibt sich in der abendlichen Küche wahnsinnig Mühe. Er bäckt die besten Chapatis, kocht den besten Reis mit frischen Erdnüssli drin und nur-für-mich ganz viel verschiedenes Grüngemüse. Früchte gibts hier generell nicht. Weder auf dem täglichen Menuplan, noch als Gepflanztes. Wenn, dann neben Bananen, nur wenig Ananas und Avocados. Und diese werden angeblich von weit entfernten Villages importiert! Ich verstehe diese Lücke nicht, das wäre doch eine gesunde Einnahmequelle. Allerdings möchte ich das Wasser für die Felder nicht beschwerlich herschleppen müssen. Tom hat mir ein entlegenes Bord hinunter die kleine Flussmündung gezeigt. Landwirtschaft zu betreiben ist mühvolle Arbeit. Finanziell gut stehen die vielen verwandten Familien von Tom nicht da. Christopher hat sich ausgiebig entschuldigt: Er kann mir keinen Chai anbieten. Es ist keine Milch da. Die letzte Kuh musste verkauft werden, damit die fälligen Schulgelder bezahlt werden konnten. Alternativ gibt es ein gekochtes Ei und eine halbe Avocado.

Aropos Landwirtschaft, beim ersten Mal schaue ich noch zu, wie die strampelnde und aus-schlagende Kuh angebunden wird. Dann will ich es beim nächsten Mal selber probieren – wollte ich doch als Kind mal Bäuerin werden… Ich „verpenne“ aber jedesmal die Melkens-Zeit. Dafür mache ich mich gut im Kasawaplantagen bewirtschaften und mit dem Zwei-Kuh-Gespann Linien ziehen. Meine Furchen geraten zwar schön krumm, aber so wird die Familie länger an mich denken!

Ich besichtige das erste Dorfspital, welches von zwei Cousins aufgebaut wird. Natürlich hoffen sie, dass mein Besuch auch finanziell etwas bringen wird – mal sehen. Aber auch meine „Kritik“ wird erfragt und gefragt, vorallem von der vifen Schwester. Wir halten anregende Diskussionen zwischen den zwei fertigen Sprechzimmern und dem Rohbau. Ihr Stolz ist neben dem entstehenden Gebäude ein gesponsertes neues Mikroskop. Samtig eingewickelt entwirren sie die Teile und Zubehör. Innerlich amüsiert es mich, wie auch hier die Menschen denken, dass eine Mzungu alles weiss und kann und ich überall Ratschläge erteilen und Kommentare abgeben soll.

Toms Onkel John Mwita mag ich unheimlich gerne. Er hat einen messerscharfen Verstand, passend zur strengen Zunge. Im Alter sei er softer geworden. Ich seh ihn vor mir, wie seine herrische Hand das Familienzepter schwang. Zu straff, aber wohl zeitgemäss. Tief liegt ein gutes Herz verborgen. Ich beobachte einige erbarmungslose (lehrreiche) Szenen mit einem stillen Lächeln. Auch mir bringt er Sachen bei: Kräuter, die er sanft sortiert, stampft und raucht: Hustenmedizin, duftet herb herrlich gut. Und er liest seinen Kindern und deren Kin-dern mit Kindern aus meinen Büchern vor, wunderschöne Momente. Und da es einige Bücher sind, stelle ich mir das Bild gerne vor, genau das passiert diesen Moment in Masaba.

Und dann heisst es schon wieder Kwaheri, Abendbus nach Nairobi. Ich habe meine allerletzten gut eingeteilten und gehüteten Schätze verteilt. Tom übergebe ich meinen restlichen kostbaren Plunder. Als Abschiedsgeschenk bekomme ich einen leckeren Teller tradtionelles Mais-/Bohnenessen von Gladys, eine Ananas von Cecilia und von Christopher Glasuntersetzer aus Speckstein (all die Speckstein-Souvenirs kommen aus dem Nachbardistrikt Kissi). Danke euch allen! Jetzt ist es definitiv soweit; vorbei liebes Village-Leben. Es hat mir in Kenya sehr gefallen, vielleicht komme ich auch wieder hierher. Die Zeit war etwas kurz, als dass mir die Menschen so herzensnahe gekommen wären, wie in Mwanza. Ich Ihnen wahrscheinlich auch nicht, denn: Sie kam, sah, schiss und schlief…

Bei der Taxifahrt nach Migori ist es diesmal an mir, den polizeikontrolle-umgehenden Spa-ziergang zu machen. Dabei stolpere ich fast ungelenkt über eine Trottoirerhöhung. „Sehen Sie Herr Polizist, ich hab nur Augen für Sie.“ Doch der schüttelt nur brummig den Kopf, Nichts wie weg hier.

…Ruhige Carfahrt gegen Norden…

…es ist dunkel, ich strecke mich auf der hintersten Bank hin….

…Lala salama…ich schlafe gut…

Mitternacht ist es. Wir werden unsanft aus dem bequemen Bus geworfen, Endstation. Wo sind wir gelandet, scheint ein düsterer Kern in Nairobi-City zu sein. Wir finden eine günstige, wahrscheinlich zwielichtige Lodge, trinken ein Gute-Nacht-Bierchen in einer öden, neonbe-leuchteten Bretterbude und knurren noch ein paar Stunden. Baustellenlärm – wir grinsen einander an, definitiv sind wir die moderne Welt nicht mehr gewohnt. Dann mal los auf Ent-deckungstour.

Hey das macht Spass. Zwei Tage lang entdecke ich mit Tom Neues, das er selber auch noch nicht gesehen hat. Wir durchlaufen und durchfahren die lärmenden Strassen Nairobis. Wir spazieren durch weite Parks und amüsieren uns über das geschäftige Grossstadtflair – das ich City-Tüpfelchen natürlich auch geniesse. Es fällt zwar schon schwer, dem knallgemischten Angebot von unendlicher Schuhenvielfalt zu widerstehen. Toms Cousin Shadrak erreichen wir und besuchen ihn im angesehenen „KEMRI“ kenianischen medical-research-Center, modern und fortschrittlich eingerichtet. Shadrak fährt uns nachher zurück, absichtlich durch die tiefsten Slums. Und so nebenbei natürlich, wie könnte es anders sein: Wir haben in unserem zweiten Hotel einen Wasserschaden! Im Bad!! Hahaaaahaa!

Im grossen modernen Einkaufskomplex bittet es mich ganz leise „Please hold me.“ Rolltrep-pen: Toms Première. Gerne. Später geweigert habe ich mich, den erhaltenen Schlüssel zur Firstclass zu benützen. Just beim nostalgischen Bahnhof müssen wir auf Toilette; 2nd Class-Scheisshäuschen tuts alleweil. Danach, auf dem Dach des Kenyatta-Komplexes (dem höchsten Towergebäude in Nairobi), darf ich – wieder einmal mehr – als Fotomotiv herhalten. Mit knapp hundert SchülerInnen posiere ich mit jeder und jedem einzeln, mal so, mal so, mal so, mal so. Ich bedauere den geduldig knipsenden Lehrer – immer wieder mal „Vip“. Dem wäre wohl nicht so, wenn die Gruppe vorher gesehen hätte, wie es die Mzungu in der stilvollen Groundfloorhalle auf dem langen roten Teppich voll auf den Sack gehauen hat (noch nie was von Teppichstopper gehört…?) – Mann, hab ich auf dem Hintern sitzend wieder losgelacht!!

Weniger zum Lachen war mir beim Abschied von Tom. Er ist ein wunderbarer Mensch, hat ein unglaublich gütiges Herz und enorm viele Talente. Leider ist er ein typisches Beispiel für jemanden, der infolge Armut keinen Zugang zu überobligatorischen Schulen hatte und seine Intelligenz nicht beweisen konnte (beziehungsweise davon gar nichts wissen kann). So schlägt er sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Wir hatten eine sehr schöne Zeit miteinander, auch wenn manchmal deftige Fetzen geflogen sind. Ich bin ihm dankbar, dass er mich diese Zeit begleitete. Wir wissen auch, dass unsere Begegnung ihm einige Klarheiten verschafft hat. Er dankte mir mehrmals, dass ich ihm gezeigt habe, dass es auch eine andere Art zu Leben gibt. Er ist noch jung. Nach seinem Onkel 25ig, 26ig, 27ig, 28ig… das weiss niemand so genau. Tom selber hatte sich mal für Jahrgang 1982 entschieden. Der Jungspund ist lernfähig und will wohl zum ersten Mal in seinem Leben zielstrebig vorwärtskommen, schön. Ich wünsch ihm viel viel Glück. Wir mussten einander begegnen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen und anderen Zukunftsbestimmungen. Ich freue mich auf jeden Fall riesig, dass er durch unsere viermonatige „Zusammenarbeit“ sein Potenzial beweisen konnte. Wir waren aber auch ein Superteam. So hat er von Mary unerwartet das Angebot erhalten, zurückzukehren und eine Festanstellung als Tourguide in Mwanza zu bekommen! Er ist gerade auf dem Weg dorthin.

Ich bin bereits angekommen, besser: zurückgekehrt. Gedankenverloren schaue ich auf den mitgenommen Bierdeckel unseres letzten geteilten Bieres am Flughafen Nairobi. Ich weiss nicht, fühle (noch) nicht, wo ich stehe. Einerseits ist es schön, wieder in der Schweiz zu sein, andererseits… meine Emotionen schlagen Wellen – in die luftige Höhe wie auch in die Tiefe. Es liegen tausend Sachen an (für hier und für mein Mwanza dort). Mein Boden ist weg, mein Kopf dreht. Aber da ich ein bewiesenes Glückskind bin und das auch bleibe, weiss ich, dass es gut kommt, dass alles stimmt wie es ist und ich wie-auch-immer mit Ostafrika verbunden bleibe.

Übrigens ist Toms richtiger Name “Peter John Mwita Wang’ang’a” … aber so hab ich ihn ganz alleine, ungeteilt für mich geniessen können!

Ich wünsche euch allen alles BAHATI der Erde!!!

Eure Andrea Senene

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abschied von esthi

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