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Unbenannt

Unbenannt1

Hab ihn gesehen!! Der Hauptfilm ist fertig und hat mich sehr berührt! Jim hats annonciert, Jaffar hat ihn mir geschickt: „Enjoy our Beautiful Journey with Beautiful Lady with my Grandfather’s Name ha ha ha ha (eben ich, hihi) you brought joy and courage to me in many ways, very strong.“

SONS OF AFRICA!! Schon verrückt „with specials thanks to…“ und die eigenen Fotos in der Dokumentation …

Hier der Kurzbeschrieb von Jim (James) Becket, welcher damals in jungen Jahren für Amnesty International arbeitete und vor Ort die ugandischen Flüchtlinge besuchte und sogar ein Buch über Idi Amin schrieb…
„I was filming in Africa and met Madaraka Nyerere, the son of Julius Nyerere, the Founding Father of Tanzania. Madaraka was about to climb Mount Kilimanjaro. Good luck. He added he was climbing with Jaffar Amin, the son of the notorious Ugandan dictator Idi Amin. The fathers were bitter enemies who had gone to war. Madaraka called it a Peace Climb, a journey of reconciliation. Now that could be a film. Could these two sons bury the hatchet? So cameraman Jim Whitney and I packed for what turned out to be a great film experience, but physically the hardest thing we ever did.“

Ihr werdet den stündigen Film sehen, wo auch immer auf der Welt – in Kinos, bei Themenabenden oder bei mir daheim.
Karibuni! Andrea

Oooh, what lucky feelings. I’m still so close to Mwanza every day. But I thougt that time: out of seeing – out of mind, and as I know the african-culture: YES. So I arranged myself. But: it seems… what a honeur: I got a postcard from Bukoba (William&friends) in summer, I recevied several sms from Neema&Martin Kiseke; some from Juliana (Jadida) and Father George who wrote befor yesterday „Andrea, come to Tanzania, we need you!!“. Also befor yesterday it was Peter . „My mom (he found her after 25 years – in Mugumu – he is not an orphen, juheeeee!!!!!!! Many calls we had befor…) had an operation for a tumour – pole sana, sorry, tumour, I shoud not take this word in my mouth. Now, she still has pain. She should go to the hospital Bugando (Mwanza), a daytrip. I wanted to spend my blood (0) to the hospital (a litre gives 100’000 Ths). They told me, I dont have ennough blood. And my mom needs a taxi to moove to Mwanza.“ Peter. Not a lot, but I can send you some small money…. „NoNoNOOOO, Andrea, please, I dont ask you for money, please!! You gave me enough by supporting me to built the oven for baking bread. NonononNOOO, please, I dont wanna have anythîng from you. I talk to you because I would like to hear your advices/your direct opinions I’m asking you – they always helped me to go further. Not only this, I wanna thank you again and again and again for what you have to done to me and I wanna say sorry again and again what I have done to you badly in our time. Noooo money please.“ … The line cutted. I will see tommorrow if I send him some money. …. 100 francs every 5 months is not that much, right…. And always Peter surprises me with what he have done with it. In Masaba – I sent once 80 Swiss-Francs, he told me to have a bakery – 4 people employed; having/founding an pikipiki to expand – whole Masaba let thanks to me…

Every day Im still happy about my experiences in Mwanza – dont wanna miss it!!!! Inzwischen weiss ich auch, dass dieses Terrain mehr als eine ehrliche Family ist!! Echten wirklichen Freunden begegnet man auf der ganzen Welt, und auch wenn wann deren Sprache nicht kennt, folgt die Bestätigung umso tiefer!! Ein Lebensgefühl, das weder erfragt, noch gefragt auferlegt, noch irgendwelchen Zwängen (ich muss nicht, um zu …) entspricht und entsprechen will, sondern nur „Du bist da, und das ist gut!!!!“ Das ist MEIN!!! Und „JAA. ICH WILL!!“. Und ganz ehrlich, gezeigt wissen wir schon lange, wer&wann&wie&was und in welchem Umfang uns gut tut. Ich wünsche es euch Aaaalllllleeeen von Herzen in dem Masse, als dass es gerade vollkommen ist!! Buuussuuuuuuu, kwaheeerriiiii, Andreea Senene Pimpi Bubu 😉 🙂

Marys Clan ist wohlauf in Dar-es-Salaam. Auch ihren Eltern in Bukoba geht es gut (nur die Grossmutter ist letzten Monat 104-jährig verschieden…).

Mbelwa ist Puras Sohn und hält unteranderem unserem Volonteer Markus schön beschäftigt. Eine kleine Anekdote aus seinem Bericht? Gerne: „Der kleine Mbelwa (Enkel von Mary) bringt ein bisschen Abwechslung in die Bude, da er immer herumtollt und ganz begeistert ist von all den elektronischen Geräten. Wenn keiner guckt wird sich die Tastatur geschnappt und wild drauflosgetippt. Er kommt gerne zu mir, und versucht häufiger mit seinem T-Shirt meine Haut abzurubbeln. Der Staub muss sich doch irgendwie lösen! Ne, das Helle geht einfach nicht weg, und dann noch diese ganzen komischen Haare auf den Beinen und Armen. Ich bekomme von ihm schnell einen neuen Namen: „Nonono“! Die Erklärung: Im Atelier von seiner Cousine sind häufiger Mzungus und die sagen immer „no no no“ wenn er etwas leichtfertig anfässt oder packt. Den Namen werde ich so schnell nicht mehr los, aber es sieht stark aus, wenn er dazu noch eine ernste Miene aufsetzt und mit dem Zeigefinger wedelt.“
Und damit ihr wisst, wie Markus aussieht, hier ein Bild…er ist nicht der 2.20 Meter Hühne ;-)…

Dann hat die Jadida – ist sie nicht wunderhübsch – konvertiert; sie heisst jetzt Juliana.

Peter ist immer noch in Mugumu. Er vermisse mich und auch unser Bed&Breakfast ;-). Mit seiner Bäckerei sind scheinbar drei Leute beschäftigt – jetzt muss Mugumu das Brot nicht mehr aus Musoma und anderswo kommen lassen – und er baut sich bereits einen grösseren, besseren Ofen. Mich freuts!

Also alle Ihr da draussen: machts gut!! Bis bald, kwaheri, Andrea

Marys Clan gehts gut – es sind alle wohlauf!!

What I found and posted on Facebook: Smile na asante sana (nebenbei, dass der Ugander „jodelte“), die zufällig entdeckten Worte von Madarakas Blog auf seiner Jahresrevue 2011: „Andrea is a force of nature. She does not appear to lack energy at any moment and has maintained both a physical and mental vitality that is rare among first-time climbers. When most people seem to be gasping for oxygen you will hear her humming some Swiss ballad.“
…www.madarakanyerere.blogspot.c​h
Answer Godfrey Madaraka Yes, Andrea!!!!!!!!! I hope I have the privilege of climbing again Mt. Kilimanjaro with you in the future.

And the next climb: 25.11.2012 the Coca-Cola-Route!! Interessenten bitte melden…
17. Juli um 17:17

Habari! Ich war an der weltgrössten Touristenmesse. Den ganzen Globus für ein paar Tage zu geniessen, war echt toll und interessant. Für World-Unite, Zenithtours und Zaratours haben wir die Menschen beraten, eingeladen, aufgeklärt. Unerwartet bin ich der Vandy aus Mwanza begegnet! Im Bild sind Zainab mit ihrer Nichte Fatma (Zaratours), Chris Engler (Gründer world-unite) sowie Sarah&Sandra, welche sich fünf Monate in Uzi für das Schildkrötenreservat eingesetzt haben.

Schön war auch der Brunch mit meinem BerlinerBär Murat – danke, du bist und bleibst (m)ein Goldstück!!

Weniger schön war dann, als dass sie mich Dussel nicht ausreisen lassen durften. Hatte anstelle der ID den Führerausweis dabei. Ohne Familienbüchlein, Schriftenempfangsschein oä konnte mir die liebe Bundespolizei keinen Passierschein ausstellen. Wohl aber einmal mehr – ich smilender Glückspilz – dass man sich für mich eingesetzt hat und ich schlussendlich doch noch in den Flieger jumpen konnte!

Sei lieb gegrüsst, Andrea

Endlich da: 9 (Post-)Kartenmotive aus Mwanza!!
Hier gehts um Bestellformular. Asante sana, Andrea

time to write


Seht mal! Benjamin Leers und Maurice Hüsni haben es auch geschafft. Sie filmten beim 50-Jahre Tanzanian-Geburtstag mit und sind weiterhin auf Tour für ihre Doku. http://www.theteacherscountry.de.

aber ehrlich, ein mal mehr schätze ich mich sooooo glücklich: ich konnte den uhuru-peak noch mit der wohl weltberühmtesten gipfeltafel geniessen…jetzt steht da ein monat später so ein „modernes“ grelles ding da!!!

ich wünsch euch ganz tolle festtagsmomente und ein gesundes, neues, afrikanisches 😉 jahr!!! andrea

Da höre ich bei einem Zwischenrast zwischen die urchigen Bäumen mit den „Altmännerbärten“ hindurch eine Zwischeninfo eines anderen Gruppenguides an seine Climberin. Sein Vater hatte doch sage-und-schreibe sechs Ehefrauen! Die Touristin ist ganz entzückt. Ich zwinkere Madaraka zu. „Frag ihn, er solle meines Grossvaters Anzahl erraten“, lacht er zurück. Acht, meint der Guide, nein, zehn, nein, elf? Madarakas Grossvater hatte 22 Ehefrauen zufrieden zu stellen! Das Thema hatten wir beide schon bei meinem Besuch im August letzten Jahres, woraus Madaraka meinte, eine hätte ihm schon gereicht.

Nun hat er die Stammbaumfrage im seinem Blog (lange vorgenommen) festgehalten ;-).

Wednesday, October 12, 2011 Zanaki culture
In Zanaki Culture, polygamous marriages was the norm, rather than the exception. My grandfather, Chief Nyerere Burito (circa 1860 – 1942) had 22 wives. On average, traditional leaders had more wives than other members of the community.

What was common to both the rulers and the ruled was the existence of a semi-official system of mistresses whose presence was known even to the wives. The practice exists among some elders to the present. Chief Nyerere had 4 of these mistresses.

I have attempted to estimate the number of uncles, aunts, and cousins from my grandfather’s 22 wives and I have come up with a figure above 6,500.

Tradition is not always easy to follow. Chief Nyerere’s predecessor, Chief Edward Wanzagi, had only 11 wives. Chief Wanzagi’s son and current chief, Japhet Wanzagi, has only one wife.

Hallo zäme

Ich bin zurück. „Leider“. Oder aber eigentlich „auch schön“, denn so kann ich ja wieder hin!!

Ich habs geschafft, ich habe den Berg bezwungen und nicht er mich, ha! Nein wirklich, es war ein wunderschöne, interessante Woche. Die ganzen acht Tage revuepassieren….das wäre doch etwas viel. Aber ein paar Klicks:

Wir sind acht „Bergsteiger“ von ganz jung bis noch ganz rüstig: Madaraka Nyerere, Sohn des Staatsgründer und ersten Präsidenten Tanzanias; Jaffar Amin, Sohn des dritten Re-genten aus Uganda; Jim Becket der amerikanische Filmemacher, Jim Whitney der Kame-ramann mit Sohn August; von Reisebüro Zaratours selber der Kenyaner Steve, und die Tanzanierin Sulfa, Praktikantin bei den sozialen Werken von Zaratours. Der jüngste ist 18jährige August, Jim Becket der Älteste mit 75 Jahren!! Beim vorabendlichen ersten Brie-fing und Materialcheck durch unseren Tourguide Yahoo, lernen wir uns kennen und sind freudig erregt auf unser Abenteuer.

Rote Erde, dichter Regenwald, saftig grüne und öde karge Hügel, steinige Felsen, weit-sichtige Plateaus geschmückt mit den unterschiedlichsten Pflanzen und Steinformation. Die natürliche Geräuschkulisse ist fantastisch – vom unterschiedlichsten Vogelgezwitscher über zum deftigen Affen-Gezänke. Die naturgegebenen Düfte sind einmalig – ehm, die der Pflanzenwelt, wie auch die unsrigen ;-). Die zu Füssen tanzenden Sagex-Kügelchen gene-rieren auf den ersten 4600müm eine lustige Schneeballschlacht; der Grosstropfregen hin-gegen lässt jeden gedankenverloren verstummen. Leicht nieselnde Wolkenluft, wie auch starre Stillen kehren immer wieder. Vielleicht läuft mir ein hübscher Stein über den Weg, das wäre doch ein nettes Souvenir? Oha, all die Herzen und verschmitzten Gesichter die mich anzwinkern, ich könnte den halben Berg abtragen! Die Bäume und Felsformationen sind genauso gesellig. Ich bin am Geniessen und Abschalten, manchmal in meiner eige-nen Welt.

Vier-Sterne-Klasse. Ja, so würde ich die Dreigänge-Küche bezeichnen! Wir werden so was von verwöhnt! Man könnte es sich ja mit Päckli-Suppe & Co. einfach machen. Aber nein, alles frische Zutaten. Bis zuletzt gibt es köstliche Gemüsesuppen, leckere Fleisch- und Fischgerichte/-Saucen und feinste Eintöpfe, Eier in jeglicher Ausführung, verschiede-ne Pasta(formen), Pommes, frittierte Bananen und Gebäck, diverse saftige Früchte, knuspriges Knoblibrot, Peanatbutter/Jam/Honey/Hot Chocoalte/krosser Toast&Co zum Frühstück und zwischendurch sogar warmes Popcorn! Und ich haue auch entsprechend rein und habe nach zwei, drei Stunden schon wieder Hunger. Toll, so hemmungslos und verbrennungssicher xtausend Kalorien verputzen zu können. Ludowig amüsiert mich, wie er die ganzen Wege in einem halbdurchsichtigen blauen Plastiksack die rohen Eier unge-schützt mitträgt. Der kulinarische Luxus fängt mit dem Weckdienst um halb sieben an: eine heisse Tasse Tee ans Bett, eh ich meine ans Zelt. Dieses teile ich übrigens mit Jim Be-cket. Und kalt habe ich darin! Das ist meine grösste persönliche Herausforderung, die Lie-gekälte, schon in der zweiten Nacht herrschen Minustemperaturen. So bin ich froh um Jim; nein, wir rücken natürlich nicht aneinander, was denkt ihr denn! Aber zwei Menschen ge-ben doch etwas mehr Wärme ab. Morgens könnte man das eisige Aussenzelt fast „bre-chen“, bbbrrrr. Doch beim Sonnenaufgang ist das schnell weggefühlt und vergessen. Auf-wachen über unendlichen Wolkenmeere – einfach nur wow!

Unsere Truppe versteht sich wirklich gut. Wir diskutieren viel ernstes und lachen auch un-endlich. Während dem Wandern, während den Mahlzeiten, persönliche Geschichten & Gedanken, Afrikas Politik, Tanzanias Zukunft, …. Ich bekomme scheinbar den Award für mein „fröhliches und unerschöpfliches“ Gemüt, Jaffar den fürs am meisten Reden 😉 – Stimmprobe auf youtube. Schuddrig schön ist das Happy Birthday-Singen bei Kerzen-schein für Jaffars Tochter Sauda. Strahlend schön sind die Gesichter unserer Porter beim immer-wieder-Reinlangen-können in meine Schweizer-Schoggi-Büchse.

Wir sind glücklich&dankbar, dass keinem von uns was passiert ist, dass wir alle gesund und wohlauf sind. Das ist nämlich gar nicht so selbstverständlich. Beim letztjährigen Climb polterte nächtens neben Madarakas Zelt mannhohes Steingeröll runter, diesmal ist es Jim beim Pipigang, der vom Straucheln in den Fall gerät. Jeder kennt das, wenn man beim Herunterlaufen „nicht mehr stoppen kann“. Und das bei Nacht über ungesehene Steine und Zeltschnüre hinweg – echt glimpflich abgelaufen. Und „Herunterlaufen“, auch das ersttägige deftige Nasenbluten bei Steve ist nur zweimalig. Ganz bös kaputt lache ich mich über Jaffars Gang, nachdem er die letzten zwei Stunden Rückweg in den Socken durch den Regenwald läuft! Meine Wewehchen? Eben, erstaunlicherweise keine. Ich dope mich nur in der letzten Nacht: ein Panadol nachdem der Nacken anfängt sich bemerkbar zu machen (vom Stirnlampen-auf-den-Boden-Leuchten und Rucksack-Ziehen) und zwei Schluck Energie-Dextro. Kein Bauchweh, kein Schwindel, kein Erbrechen, keine Atemnot. Wir schaffen es alle – sogar Sulfa!

Apropos laufen: die Lemosho-Route ist die Längste mit den acht Tagen/sieben Nächte. Aber auch die anklimatisierungsfreundlichste und abwechslungsreichste. Wandern tun wir, mmmh, grob nach dem Plan gerechnet 4+10+9+5+4+8+10+4+ Stunden und wir gemütli-chen etwas länger.. doch etwa 60 Stunden! Es geht von 1990 über 2400 auf 3700 wieder runter zu 2400 dann auf 3900 runter zu 1800 hoch zu 4600 zurück bis 3900 zu 4200 nach 3900 auf 4600 hinauf auf 5895 runter auf 4600 dann 3100 bis 1800 – chömeder drus ;-)? Am drittletzten Tag bin ich ungeplant vornean ein kleines Quäntchen schneller als die Gruppe, die Distanz wird langsam grösser. Als dann der 27jährige Innocent (ein pures Energiebündel) neben mir auftaucht, also zum persönlichen Guide avanciert, hihi, ziehen wir los. Von 3800 m laufen, klettern, erzwingen wir fröhlich diskutierend das nächste Pla-teau auf 4600. Und immer noch ist mein Atem normal – ich finds great! Überhaupt, wie die Guides zu uns schauen, allfällige Schwachpunkte erkennen und handeln, da kann man sich nur sicher fühlen – asante sana!

An zehrendsten ist der restliche Aufstieg auf 5895 MüM. Zuvor laufen wir nur eine handvoll Stunden, relaxen am Nachmittag und werden nach dem Diner gleich ins Bett geschickt. Um 22h ist Weck- und unbedingt-ganz-dick-Anziehzeit: zwei Wärmeunterhemden, zwei Faserpelze (einer bis zur Nase hinauf, der andere zusätzlich gefüttert), ein Daunengilet, ein Windstopper, ein Regenwindcoat, Fleece-über-Ohren-Nackenkappe, dicke Fäustlinge und Sonnenbrille (wie bitte (?)…Windschutz für die Augen…). Eine letzte leckere Schüssel Porrige, Wasserfassen, Stirnlampe an und lostrotten in die schwarze Nacht hinauf. Ein langsamer Schritt nach dem anderen. Beim ersten Halt kriegt Sulfa ein Zusatzpaar Hosen und ihr Rucksack nimmt man ihr ab. Beim zweiten Stopp wird sie mit Energiewässerchen abgefüllt. Trotzdem hängt sie beim Weiterlaufen mehr am vorangehenden Träger und die Beine ziehen nach. Ich muss jemanden anderen an meinem Platz lassen, ihr Bein-geschlurfe zu sehen ist anstrengend für mich. Nach zeitlosen Stunden Laufen und einigen Litern Eiswasser-Trinken: ein tief violetter Sonnenaufgang, die ersten glitzernden Glet-scherwände – wir sind da! Und wie! Man sagt, dass man nach 5-15 Minuten vom Uhuru-Peak wieder runtergehen sollte – ha! – wir müssen uns nach einer halben Stunde zwingen, den Abstieg zu beginnen. Eine unglaubliche Nacht, eine unvergesslicher Morgen. It was wonderfull & fun!!

Was unsere Porters anbelangt (25 Krampfer für 8 Personen)? Hut ab! Wir gehen gemüt-lich und frei (bis auf den wassergefüllten Tagesrucki) pläuschlend unseren Weg. Unsere Helfer laufen gestaffelt mit 25 Kilo am Rücken und auf dem Kopf an uns vorbei. Manche singen vor sich hin, bei einigen läuft laut der Transitorradio. So stehen unsere Zelte und persönlichen Sachen immer bereit, die Stühle laden im Essenzelt ein, der erste Drink war-tet genauso, wie vor jeder Mahlzeit und Frühmorgens heisses Wasser zum Waschen! Nachdem man die auslaugende körperliche Arbeit miterlebt, da ist die Höhe desTrinkgel-des keine Frage. Echt, ich bin wirklich beeindruckt. Viele der Porter können (noch) nicht gut englisch – jeder unserer Führer hat mal so angefangen – doch sind sie alle immer zu-vorkommend fröhlich und freuen sich auf jedes Zwischenschwätzchen.

Fazit: Jeder von uns „Touris“ ist sich wohl selber (wieder) etwas näher gekommen. Ein paar brauchten starken Durchhaltewillen, einigen liefs wie am Schnürchen. Und immer wissend, wir tun dies für einen guten Zweck – nur schon das lässt niemanden aufgeben. Wo wir Gruppen passieren, wo wir bei Pausen überholt werden „Go for Charity“ zu hören, bestätigt uns! Und natürlich wir bleiben dran……

Euch allen danke ich ganz ganz herzlich für eure Unterstützungen – sei es durch die moti-vierenden Worte, die ausgeliehenen Materialen, die Überweisungen und all die positiven Gedanken für mit auf den Weg. Ich denke, es hat euch am 26.9. um 8.30h ganz schön gekitzelt in der Nase ;-)))))

Eure Andrea

Friedensauszeichnung in Cannes? Ich freu mich drauf:
http://www.youtube.com/results?search_query=jaffars+dream&aq=f

Und der nächste Einsatz? Wahrscheinlich im November in Dresden an der African-Week, um für unsere Werke die Trommel zu rühren…